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Schmerzensgeldtabelle - Arzthaftung

Nachfolgend erhalten Sie eine Liste verschiedener Schmerzensgeld-Urteile die auf die Arztfehler zurück gehen. Sollten Sie einen auf Arzthaftungsrecht spezialisierten Rechtsanwalt suchen, dürfen wir Ihnen  folgende Kanzlei empfehlen: SPR Rechtsanwälte

Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
500.000 EUR Therapieresistenten Epilepsie durch Behandlungsfehler, Schwere spastische Tetraparese infolge Behandlungsfehler 2008 Stuttgart
Details:
Der Geburtsverlauf des Klägers war nicht komplikationslos. Er erlitt schwerste hypoxische Hirnschäden. Ein Behandlungsfehler ist darin zu sehen, dass die Wehentätigkeit nicht abgeleitet wurde. Des Weiteren hätte die Mutter des Klägers beim Abfallen der Herzfrequenz sofort aus der Gebärwanne herausgenommen werden müssen. Eine zur Prüfung einer vorzeitigen Gebburtsbeendigung erforderliche Fetalblutanalyse wurde unterlassen. Es hätte auch Nabelschnurblut entnommen werden müssen, um den Säure-Basen-Status zu bestimmen, damit man eine Aussage über den intrauterinen Sauerstoffmangel treffen hätte können. Der Kläger wurde zu lange überbeatmet und zu spät inturbiert. Die Beklagte ist die Trägerin des Krankenhauses. Der Kläger hat bis zu 15 epileptische Anfälle täglich. Bei ihm liegt eine hirnorganische Blindheit vor. Er benötigt fremde Hilfe; muss z.B. gefüttert werden. Die körperliche Entwicklung des Klägers entspricht der eines ca. drei Monate alten Kindes, die geistige liegt noch weiter zurück. Er kann nur seinen Schmerz mitteilen; eine normale Kommunikation ist unmöglich. Seine Verwandten können es wahrnehmen, wenn er sich freut oder Schmerzen verspürt. Eine Verbesserung ist nicht zu erwarten. 150000 Euro wurden bereits gezahlt, somit liegt hier ein Schmerzensgeldbetrag von 500.000 Euro vor.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
350.000 EUR BNS-Epilepsie infolge Behandlungsfehler, Mental massive Retardation infolge Behandlungsfehler, Hüftgelenksluxation infolge Behandlungsfehler, Spastische Tetraparese infolge Behandlungsfehler, Hochgradige Sehbehinderung infolge Behandlungsfehler 2004 Braunschweig
Details:
Der Kläger kam am 14.03.1992 ein paar Minuten nach seinem Zwillingsbruder in der 32. SSW mithilfe einer Zange zur Welt. Aufgrund von Komplikationen wurde der Kläger inturbiert und beatmet. Sodann wurde der Kläger in die Kinderklinik der Beklagten gebracht. Infolge einer Röntgenuntersuchung (mäßig schweres Atemnotsyndrom) wurde die Beatmung fortgeführt. Drei Tage später wurde ein Pneumothorax beidseits mit sehr tiefstehenden Zwerchfellen festgestellt. Deswegen wurde eine Thoraxpunktion durchgeführt und dem Kläger eine Sogdrainage angelegt. Eine kurz darauf vorgenommene Ultraschalluntersuchung ergab, dass Blutungen mit dem Grad I und II im rechten und mit dem Grad III und IV im linken Bereich vorliegen. Am 21.03.1992 wurde die künstliche Beatmung beendet und vier Tage später erfolgte wieder eine künstliche Beatmung; am ersten April wurde diese dann beendet. Der Kläger ist aufgrund der Hirnblutungen schwerstbehindert. Den Beklagten ist es anzulasten, dass sie in den ersten vier Tagen eine Ultraschalluntersuchung nicht durchführten und ein Röntgenbild nicht genügend berücksichtigt haben. Bei der Schmerzensgeldbemessung wurde berücksichtigt, dass der Kläger nie ein normales Leben führen kann und immer auf fremde Hilfe angewiesen sein wird. Er wird ebenso nie kommunizieren können. Er ist fast komplett blind. Er musste oft ins Krankenhaus und sich schweren Operationen unterziehen. Weitere Operationen werden wohl noch durchgeführt werden müssen. Dem Kläger wurde vorprozessual ein Betrag von 204516,75 Euro bezahlt. Vom Landgericht wurde ihm ein Betrag von 65483,25 Euro zugesprochen; hier weitere 80000,00 Euro. Somit ergibt sich ein Gesamtbetrag von 350000 Euro.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
250.000 EUR Mentale Entwicklungsstörung, Infektion mit Klebsieila oxytoca durch nicht sterile Infusion führt zu Erblindung, zu inkompletter Lähmung d. 4 Gliedmaßen, zu Cerebrale Bewegungsstörung 2004 Gießen
Details:
Die Klägerin kam im beklagten Klinikum zur Welt. Es kam zu Komplikationen: Organversagen, Hirnblutung, Hydrozephalus. Sie wurde mehrmals in verschiedenen Kliniken über einen langen Zeitraum behandelt. Die Klägerin leidet unter mehreren Schädigungen. Die Schädigungen beruhen auf einer Infektion mit dem Bakterium Klebsieila oxytoca. Diese Bakterium gelang aufgrund nicht steriler Infusionen in ihren Körper. Das Verschulden des Personals muss sich das beklagte Klinikum anrechnen lassen. Es wurden mehrere Kinder damit infiziert. Die Klägerin wird ihr ganzes Leben lang auf Hilfe angewiesen sein. Sie wird viele Lebenserfahrungen nicht sammeln können. Eine normale Kommunikation ist nicht möglich. Wegen dem schweren Dauerschaden wurde der Klägerin auch eine Schmerzensgeldrente zugesprochen. Der gesamte Schmerzensgeldbetrag beläuft sich somit auf ca. 320000 Euro.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
153.000 EUR Fast vollständiger Verlust des Darmes infolge Unterlassen weiterer Untersuchungen 2002 Köln
Details:
Die Klägerin ist die Alleinerbin der vorherigen Klägerin (verstorbenen Tochter). Die Klägerin brachte ihre Tochter F aufgrund besonders heftiger Bauchschmerzen in die Notfallaufnahme der Beklagten. Die Beklagten führten zunächst - obwohl die F fortdauernd Schmerzen hatte und sich haüfig erbrach und sich ihr Allgemeinzustand verschlechterte - keine weiteren Untersuchungen durch und sahen sich auch nicht zu einer Operation veranlasst. Am nächsten Tag wurde dies nachgeholt, dabei wurde ihr fast vollständig, aufgrund Darmverschlusses, der Dick- und Dünndarm entfernt. Ein rechtzeitiges Handeln der Bekagten hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Erhaltung des Darmes geführt, somit war das Verhalten der Beklagten fehlerhaft. Sie blieb daraufhin knapp 4 Monate in stationärer Behandlung, in diesem Zeitraum wurden drei weitere Operationen notwendig. Sodann wurde sie nach Hause entlassen, wo ihre Mutter sich um sie kümmerte. Infolge des Darmverlustes musste sie über einen implantierten Dauerkatheter - dieser musste in den Folgenjahren mehrmals operativ ersetzt werden - vollständig parenteral ernährt werden. Täglich (Zeitraum von 16 bis 22 Stunden) mussten Infusionen in einem eigens dafür eingerichteten Raum erfolgen. F musste immer wieder aus verschiedenen Gründen für unterschiedlich lange Zeiträume (insgesamt etwa ein Jahr) in ein Krankenhaus eingeliefert werden. F verstarb knapp vier Jahre nach ihrer Aufnahme in der Notfallstation. Bis zu ihrem Tod war ihr ein normales Leben nicht mehr bzw. nur sehr eingeschränkt möglich. Schmerzensgelderhöhend berücksichtigt wurde außerdem, dass die F im Bewusstsein lebte keine Hoffnung mehr auf ein Weiterleben zu haben, und dass der Tod bevorstand. Schmerzensgeldmindernd berücksichtigt wurde, dass die Leidenszeit nur 3 Jahre und 9 Monate betrug. Soweit ihr ursprünglich eine Rentenzahlung zu gewähren gewesen sei, ist dieser Teil nun von der Kapitalabfindung mitumfasst. Die Beklagten wurden als Gesamtschuldner verurteilt.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
153.000 EUR Infektion mit HIV infolge mangelnder Hygiene, Infektion mit Hepatitis C infolge mangelnder Hygiene 2003 Frankfurt
Details:
Auf Grund von Kopfschmerzen unterzog sich die Klägerin auf Empfehlung der Beklagten einer Ozon-Therapie (ein von der Schulmedizin nicht anerkanntes Verfahren). Es wurden 30 Ozon-Behandlungen von den Beklagten vorgenommen. Die für das Ozon verwandte Glasspritze wurde nicht nach jeder Anwendung sterilisiert, sondern für die Behandlung mehrerer Patienten verwendet. Wegen einer massiven Virusinfektion wurde sie auf Anraten der Beklagten wieder mit der Ozon-Thearpie behandelt. Später ergab einer von den Beklagten veranlasster Bluttest eine Hepatitis C-Infektion. Dieses Ergebnis wurde von anderen Tests bestätigt, es ergab sich auch noch ein positiver Befund bei HIV-Antikörpern. Später litt die Klägerin an körperlichen Schwächezuständen, mangelnder Belastbarkeit, Leistungsabfall, Stressempfindlichkeit, Gewichtsabnahme und an einer Candida Mykose. Ca. drei Jahre später erkrankte sie an einer Lungenentzündung, kurz darauf an einer Toxoplasmose. Die Klägerin kann eine Vollzeitberufstätigkeit nicht mehr ausüben; das Examen nicht mehr ablegen. Kontakte zu Mitmenschen sowie die Freizeitgestaltung ist sehr beschränkt. Es fällt ihr schwer den Alltag zu meistern. Den Beklagten fällt ein schwerer Verstoß gegen die Hygiene zur Last, jedoch kein schweres persönliches Verschulden der Beklagten hinsichtlich der Benutzung einer sterilisierten oder jeweils neuen Glasspritze. Der Zustand der Klägerin hat sich nicht verbessert und sie ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Wegen einer cerebralen Toxoplasmose ist sie halbseitig gelähmt; die Funktion des Frontalhirns ist eingeschränkt. Sie hat öfters heftige Schmerzattacken. Schwere Depressionen sind noch zu erwarten. Die Schädigung der Klägerin führte zur schwersten Beeinträchtigung der Lebensqualität ohne Hoffnung auf Genesung und mit einer lebenslangen schweren Krankheit ist zu rechnen.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
127.000 EUR HIV-Infektion wegen Infizierung des Ehepartners durch verseuchte Blutprodukte im Klinikum 2004 Koblenz
Details:
Der Ehemann, den die Klägerin im Jahre 1988 kennelernte, war 1985 in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem er schwer verletzt wurde. Ihm wurden Bluttransfusionen zugeführt. Eine Überprüfung auf das HIV-Virus hin erfolgte nicht. Bei dem Ehemann der Klägerin wurde 1997 eine HIV-Infektion diagnostiziert; die Klägerin ist auch mit dem Virus infiziert. Die beiden sind nach Überzeugung des Gerichts nicht einer Risikogruppe zu zuordnen, und weiters ist davon auszugehen, dass sich der Ehemann 1985 im Krankenhaus der Beklagten infizierte. Der Beklagten ist anzulasten, dass sie den Ehemann der Klägerin nicht darüber aufgeklärt hat, sich einem HIV-Test zu unterziehen. Dies hätte er wohl gemacht und somit wäre eine Infektion der Klägerin nicht erfolgt. Es ist zu bemerken, dass 1985 das Risiko einer Infektion durch Bluttransfusion hinreichend bekannt war. Die Krankheit ist (noch) nicht heilbar. Ein normales unbelastetes Leben zu führen ist ihr durch die HIV-Infektion verwehrt. Die Krankheit ist bei dem Zeitpunkt des Urteilsspruchs noch nicht ausgebrochen. Die Klägerin bezieht aus einem Stiftungsfond 767 Euro pro Monat.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
60.000 EUR Durchtrennung des Nervus laryngeus recurrens (Kehlkopf, Stimmnerv) durch unnötige Operation, Verletzung des Nervus phrenicus (Zwerchfellnerv) durch unnötige Operation 2008 Naumburg
Details:
Die Klägerin wurde im September 1991 untersucht und am 10.09.1991 operiert, da der Verdacht auf Morbus Hodgkin bestand. Es wurde ein faustgroßer Mediastinaltumor u. a. auch der linke Lungenoberlappen entfernt. Dabei wurde u.a. der linke Stimmbandnerv verletzt. Die Klägerin litt u. a. an einer chronischen Bronchitis und Pilzbefall in Teilen des Oberkörpers. Die verwendeten Fäden, die ins Gewebe gedrängt wurden, wurden dann 1997 durch zwei Operationen entfernt. Im Rahmen einer Bronchoskopie 1998 wurde noch ein Metallclip entfernt. Der Eingriff vom 10.09.1991 war unnötig. Auch nach den Maßstäben der Medizin in der DDR, ist der Beklagten (das beklagte Land als Rechtsnachfolger des Krankenhauses) ein Behandlungsfehler anzulasten. Das Hodgkin-Lymphom ist auch im fortgeschrittenen Stadium zu über 80% durch eine Chemotherapie oder kombinierte Chemo-/Strahlentherapie heilbar; chirurgische Eingriffe führen zu keinem Erfolg. Bei vielen von den eingetretenen Beeinträchtigungen ist bewiesen, dass sie bei richtiger Behandlung nicht eingetreten wären. Manche, wie z.B. die Thrombose, die allgemeine Leistungsschwäche und die Infektneigung sind nicht eindeutig zuzuordnen. Zu berücksichtigen sind die bisher eingetretenen Beeinträchtigungen, die mehreren Folgebehandlungen und Krankenhausaufenthalte.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
50.000 EUR Blutung im Hirnwasseraum der Wirbelsäule 2007 Naumburg
Details:
Der Kläger litt an einem chronischen, kaum zu beeinflussenden Schmerzsyndrom, seit einem Arbeitsunfall im Jahre 1997. Dadurch war er arbeitsunfähig und zog sich aus dem sozialen Leben zurück. Dauraufhin wurde dem Kläger eine Morphinpumpe implantiert. Durch diese Operation kam es zu einer Blutung im Hirnwasserraum der Wirbelsäule . Dadurch leidet der Kläger nun dauerhaft an Impotenz, Harninkontinenz und an einer schweren Gangstörung. Über diese möglichen Folgen hatte der Arzt ihn nicht aufgeklärt.

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