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Schmerzensgeldtabelle - Kopf

Nachfolgend erhalten Sie eine Liste verschiedener Schmerzensgeld-Urteile die auf Kopfverletzungen zurück gehen. Für die detaillierte Suche nutzen Sie bitte unsere nebenstehende (links) Volltextsuche.

Schmerzensgeld

Verletzung Jahr Stadt
500.000 EUR Schwere Hirnschädigung durch Sauerstoffunterversorgung 2008 Zweibrücken
Details:
Der Kläger erlitt bei seiner Geburt im Krankenhaus (Trägerin ist die Beklagte 1) eine schwere Hirnschädigung, da er nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt wurde. Der Beklagte 2 war der Leiter der gynäkologischen Abteilung. Hier liegt ein grober Behandlungsfehler vor. Der Kläger leidet an einer sehr schweren Tetrapastik sämtlicher Extremitäten. Er ist fast blind. Ihm ist es nicht möglich zu gehen oder zu stehen, auch das Greifen mit seinen Händen ist ihm nicht möglich. Auch geistig ist er stark zurückgeblieben. Ihm ist es nicht möglich feste Nahrung zu sich zu nehmen; er kann nur breiartiges Essen zu sich nehmen. Er leidet an epileptischen Anfällen. Aufgrund seiner Bewegungsunfähigkeit hat sich bei ihm ein Hüfthochstand gebildet. Dieser musste per Eingriff korrigiert werden. Bezüglich der Bemessung ist weiters zu berücksichtigen, dass obwohl eine Fristsetzung erfolgte, noch keine Zahlung erbracht wurde. Die Beklagten wurden als Gesamtschuldner verurteilt.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
500.000 EUR Geistige und körperliche Schwerstbehinderung infolge fehlerhafter Geburtsbetreuung infolge Behandlungsfehler 2002 Hamm
Details:
Sofort nach der Geburt (Saugglockengeburt) wurde der Kläger in die Kinderklinik der Beklagten übergeben; er zeigte neurologische Auffälligkeiten. Dies wurde in den darauf folgenden Tagen mittels einer Ultraschalluntersuchung und einer Schädel-CT bestätigt. Der Kläger kann sich nicht aktiv fortbewegen, ist fast komplett blind, hat eine schwere Tetraplastik und leidet an kaum behandelbaren cerebralen Krampfanfällen; er ist schwerstbehindert. Der Beklagten ist organisatorisches Verschulden zuzurechnen, da die Geburt bis zum Eintreffen des Oberarztes von einem AiP mit Unterstützung einer Hebamme geleitet wurde. Der errechnete Geburtstermin war im Krankenhaus der Beklagten auf eine Woche später bestimmt worden. Dieser Termin war bei der stationären Aufnahme dann um zehn Tage überschritten. Desweiteren waren schon vor der Aufnahme pathologische bzw. präpathologische Veränderungen in CTG-Aufzeichnungen zu diagnostizieren. Es war nicht hinnehmbar und grob fehlerhaft über Stunden hinweg einem AiP und einer Hebamme die Betreuung des Klägers zu überlassen, sofern ein Facharzt im Krankenhaus anwesend war und sich jederzeit und schnell von der Entwicklung des Geburtsgeschehens überzeugen konnte. Der Oberarzt wurde zu Hause zu spät benachrichtigt. Dieser Behandlungsfehler führte zur schwersten Schädigung, zu einer weitgehenden Zerstörung der Persönlichkeit und Verlust der Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit. Der Kläger kann sich geistig und körperlich nicht entwickeln. Das Leben des Klägers ist weitgehend auf die Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen, die Bekämpfung von Krankheiten und die Vermeidung von Schmerzen beschränkt.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
300.000 EUR schwere geistige und körperliche Behinderung infolge grobem Behandlungsfehler 2007 Dortmund
Details:
Die Beklagten haben im Rahmen einer Geburt mehrere grobe Behandlungsfehler begangen. Die Mutter des Klägers wurde in der 38+1 Schwangerschaftswoche mit Verdacht auf Blasensprung um 18 00 Uhr ins Krankenhaus gebracht. Das erste Vorgehn der Ärzte war einwandfrei. Spätestestens um 20 20 Uhr hätte aber eine Mikroblutuntersuchung durchgeführt werden müssen, was unterlassen worden ist. Zudem wurde eine Wehenhemmung vorgenommen ohne eine Wehenschreibung anzuordnen. Hätte man dies gemacht wäre der kritische Zustand des Klägers erkannt worden und es wäre sofort zu einer Entbindung gekommen. Selbst die später durchgeführte Mikroblutuntersuchung war fehlerhaft. Diese dauert in der Regel eine Minute. In Ausnahmefällem kann sie 3-4 Minuten dauern. Hier brauchte man dafür ca 25 Minuten, da die einfachste technische Ausstattung fehlte. Bei dem späteren Kaiserschnitt kam der Kläger leblos auf die Welt und hat reanimiert werden müssen. Wäre die Entbindung früher erfolgt wäre es nicht zu so einem langen Sauerstoffmangel gekommen. Der Kläger leidet an einer schweren und geistigen Behinderung mit zentraler Koordinationsstörung, Dyskinesien, Krampfanfälen, Innenohrschwerhörigkeit und an einer zentralen Sehstörung. Er kann nicht sprechen, die Eltern können seine Schreie nur deuten. Er muss durch eine Magensonde ernährt werden, was zu einer hohen Infektionsgefahr führt und er dauernd Medikamente einnehmen muss. Bei der Schmerzensgeldbemessung wurde zudem berücksichtigt, dass ein besonderer Pfegeaufwand für den Kläger besteht. Er muss tags wie auch nachts, ständig betreut werden.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
100.000 EUR Erblindung beider Augen infolge Nichterkennung der Frühgeborenen-Retinopathie 2007 Düsseldorf
Details:
Der Kläger wurde in der 26. SSW geboren. Er wurde ca. einen Monat später in das von der Beklagten betriebene Krankenhaus, genauer Kinderklinik, verlegt. Ungefähr zwei Monate später wurde von dem Streithelfer der Beklagten eine augenärztliche Kontrolluntersuchung durchgeführt; dabei wurde nichts festgestellt. Etwa zehn Wochen später stellte sich die Mutter zusammen mit dem Kläger in einer anderen Anstalt vor. Hier wurde dann eine Frühgeborenen-Retinopathie diagnostiziert. Dies führte dann zur Erblindung beider Augen. Der Beklagten ist anzurechnen, dass die erste Untersuchung viel zu spät vorgenommen wurde. Die Erblindung hätte vermieden werden können. Die Erblindung führt dazu, dass der Kläger in allen Lebenbereichen sehr eingeschränkt ist.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
80.000 EUR Sehschärfe auf dem linken Augen von 20 % durch Nichterkennung einer Netzhautablösung, Erblindung des rechten Auges durch Nichterkennung einer Netzhautablösung, Gesichtsfeldausfälle von bis zu 30 Grad durch Nichterkennung einer Netzhautablösung 2005 Nürnberg
Details:
Die Klägerin kam in der 24. SSW im Krankenhaus zur Welt. Sie wurden dann vom Klinikpersonal behandelt. Die Klägerin wurde in der 32. SSW durch das Personal durch Verabreichung von Augentropfen für die Untersuchung, die durch die Beklagte (Augenärztin) durchgeführt wurde, vorbereitet. Die Beklagte konnte aufgrund zu enger Pupillen nichts feststellen, unternahm aber auch nichts dazu, dass ihr eine Kontrolle möglich werden würde. Ca. einen Monat später stellte die Beklagte eine Netzhautablösung fest. Infolge einer Frühgeborenen-Retinopathie ist ihr rechtes Auge vollständig erblindet und links hat sie nur noch eine Sehschärfe von 20 %. Der Beklagten sind grobe Behandlungsfehler unterlaufen. Schmerzensgeldmindernd ist zu beachten, dass bei einer richtigen Behandlung das rechte Auge auch erheblich geschädigt wäre. Des Weiteren wurde berücksichtigt, dass die Klägerin immer eine besondere Beleuchtung braucht, um überhaupt etwas zu sehen. Sie wird ergotherapeutisch behandelt. Bei dem linken Auge besteht außerdem die Gefahr, dass sich eine noch größere Kurzsichtigkeit entsteht und möglicherweise sich die Netzhaut ablöst.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
30.000 EUR Nasenbeinfraktur, Schädelhirntrauma ersten Grades, distale Radiusfraktur, HWS Distorsion 2009 Schleswig
Details:
Der Klägerin wurde von einem bei der Beklagten haftpflichtversicherten Lkw die Vorfahrt genommen. Sodann kam es zu einem Zusammenprall bei dem sich die Klägerin erheblich verletzte. Als Folge trat eine posttraumatische Belastungsstörung ein. Sie leidet unter Ängsten und musste ihren Beruf aufgeben. Es muss hier jedoch mindernd berücksichtigt werden, dass die Klägerin die Therapiemaßnahmen nicht ausreichend ausschöpfte. Als schmerzensgelderhöhend wurde das zögerliche Regulierungsverhalten der Beklagten beachtet.

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