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Schmerzensgeldtabelle - Hals/Nacken

Nachfolgend erhalten Sie eine Liste verschiedener Schmerzensgeld-Urteile die auf Hals/Nacken-Verletzungen zurück gehen. Für die detaillierte Suche nutzen Sie bitte unsere nebenstehende Volltextsuche (links) .

Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
60.000 EUR Durchtrennung des Nervus laryngeus recurrens (Kehlkopf, Stimmnerv) durch unnötige Operation, Verletzung des Nervus phrenicus (Zwerchfellnerv) durch unnötige Operation 2008 Naumburg
Details:
Die Klägerin wurde im September 1991 untersucht und am 10.09.1991 operiert, da der Verdacht auf Morbus Hodgkin bestand. Es wurde ein faustgroßer Mediastinaltumor u. a. auch der linke Lungenoberlappen entfernt. Dabei wurde u.a. der linke Stimmbandnerv verletzt. Die Klägerin litt u. a. an einer chronischen Bronchitis und Pilzbefall in Teilen des Oberkörpers. Die verwendeten Fäden, die ins Gewebe gedrängt wurden, wurden dann 1997 durch zwei Operationen entfernt. Im Rahmen einer Bronchoskopie 1998 wurde noch ein Metallclip entfernt. Der Eingriff vom 10.09.1991 war unnötig. Auch nach den Maßstäben der Medizin in der DDR, ist der Beklagten (das beklagte Land als Rechtsnachfolger des Krankenhauses) ein Behandlungsfehler anzulasten. Das Hodgkin-Lymphom ist auch im fortgeschrittenen Stadium zu über 80% durch eine Chemotherapie oder kombinierte Chemo-/Strahlentherapie heilbar; chirurgische Eingriffe führen zu keinem Erfolg. Bei vielen von den eingetretenen Beeinträchtigungen ist bewiesen, dass sie bei richtiger Behandlung nicht eingetreten wären. Manche, wie z.B. die Thrombose, die allgemeine Leistungsschwäche und die Infektneigung sind nicht eindeutig zuzuordnen. Zu berücksichtigen sind die bisher eingetretenen Beeinträchtigungen, die mehreren Folgebehandlungen und Krankenhausaufenthalte.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
31.000 EUR schwere Stauchung des linken Armes, Risse der Flügelbänder bei HWS-Distorsion, Kapselriss des Wirbelgelenks C1/C2 2003 Celle
Details:
Zwischen der Klägerin mit ihrem Pkw und dem Beklagten 1 mit seinem Pkw (versichert bei der Beklagten 2) kam es zu einem Aufprallunfall. Bei dem Unfall verletzte sich die Klägerin u.a. schwer an der HWS. Sie wurde zweimal an der HWS operiert, dabei wurden Wirbel mit Metallplatten und Verschraubungen versteift. Bei den Eingriffen bestand die Gefahr einer Querschnittslähmung. Die Klägerin erlitt auch eine posttraumatische Belastungsstörung. Die Schuld des Beklagten 1 ist unstrittig. Die Klägerin litt lange Zeit an erheblichen Schmerzen. Die Ursache dafür wurde jedoch erst spät festgestellt. Sie war innerhalb der ersten drei Jahren nach dem Unfall immer wieder arbeitsunfähig. Ihre HWS ist nicht mehr voll beweglich. Bis zu der ersten Operation hatte sie große Probleme bzgl. ihrer Mobilität. Die Klägerin ist 50% schwerbeschädigt. Zwecks der psychischen Beeinträchtigungen ist sie in einer Langzeittherapie. Die Beklagten wurden als Gesamtschuldner verurteilt weitere 30000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
25.000 EUR Instabile Fraktur der HWS (HWS 6 Fraktur) mit einer Rückenmarkkontusion in Höhe des 6.,7. Halswirbelknochen 2004 Bonn
Details:
Der Kläger war auf einer Beachparty; er konsumierte Alkohol. Er bestieg ein Podest und sprang in den Bassin. Der Kläger tauchte mit dem Kopf voran ein und stieß auf den Boden. Er verletzte sich dabei schwer. Die Verletzung führte zunächst zu einer vollständigen Querschnittslähmung ab Brusthöhe abwärts. Er wurde operativ und intensivmedizinisch behandelt. Ihm wurde desweiteren ein Blasenkatheter gelegt. Es folgte eine Reha-Behandlung (mit intensivem Blasen- und Mastdarmtraining). Er war 13 Monate krank geschrieben. Die Beklagte hat durch die Aufstellung und den Betrieb des Bassins ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt. Sie musste auch mit dem selbstgefährdendem Verhalten des Klägers rechnen und auch die Konstruktion des Podestes sich zurechnen lassen. Der Kläger wollte gar keinen Kopfsprung machen, das spitze Eintauchen war ungewollt; verursacht durch die sehr gefährliche Konstruktion des Podestes. Das Mitverschulden des Klägers erklärt sich daraus, dass er - ungeachtet seiner Alkoholisierung - die Gefährlichkeit des Sprunges ins flache Wasser kennen musste und auch konnte. Bei der Bemessung wurde auch die unfallbedingte Dauer der Rekonvaleszenz mit den weiteren Behandlungsmaßnahmen berücksichtigt. Der Kläger ist körperlich erheblich und sichtbar eingeschränkt (Einschränkungen der Beinmotorik, Unkontrollierbarkeit im Darm- und Blasenbereich, Empfindungsstörungen in beiden Beinen); aufgrund seines jungen Alters ist dieser Umstand vor allem aus sozialer Sicht besonders zu beachten.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
10.000 EUR Bänderabriss C4/C5, Halswirbelkörperfraktur C5 und C6 2009 Köln
Details:
Der Kläger betrat am 17.07.2006 das Hallenbad in einem Hotel in Tschechien. Er war dort mit seiner Mutter im Rahmen einer Reise. Er stellte sich auf einen Startblock, ohne vorher die am Startblock angebrachten Hinweise „HLOUBKA 1,40m“ – also Tiefe 1,40m – und einen Aufkleber mit einem rot durchgestrichenen Kopfspringer zu beachten und machte einen Kopfsprung ins Wasser. Hierbei verletzte sich der Kläger schwer an einem Halswirbel. Der Kläger war dann ungefähr fünf Wochen im örtlichen Krankenhaus und wurde dann in ein anderes verlegt. Er wurde vier Tage später entlassen. Er trug eine Schanz’sche Krawatte, da dort ein Bänderriss nicht festgestellt wurde und somit auch ein operativer Eingriff für nicht notwendig gehalten wurde. Als der Bänderriss festgestellt war, wurde der Kläger wieder für zehn Tage in ein Krankenhaus eingeliefert und dort zweimal operiert. Er musste dann noch zwei Tage eine Cervikalstütze tragen. Er wurde noch für etwa fünf Monate physiotherapeutisch und ärztlich betreut; bis dahin war eine Teilnahme am Sportunterricht nicht möglich, ebenso wenig die Teilnahme am Tanzkurs. Dem Betreiber des Bades ist eine Verletzung seiner Sicherungspflicht vorzuwerfen, da er den Startblock an einem Platz aufstellte, an der die Wassertiefe nur 1,40m betrug. Des Weiteren waren die Aufkleber nicht zweckdienlich der Gefahr hinsichtlich der geringen Tiefe zu begegnen. Das Verschulden des Betreibers wird gemäß § 651f Abs. 1 Hs. 2 BGB vermutet. Hierfür hat die Beklagte einzustehen. Der Kläger gab an, dass er noch an einem Spannungsgefühl leidet, wenn er seinen Kopf längere Zeit nicht bewegt. Ansonsten sind die Folgen des Unfalls ausgeheilt. Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes wurde berücksichtigt, dass der Kläger der Angst einer Querschnittslähmung ausgesetzt war. Der Vorbehalt zukünftiger immaterieller Schäden ist aufgrund der Arthrosegefahr bejaht worden.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
10.000 EUR HWS Distorsion (Schleudertrauma) mit cervikocephales Syndrom 2005 Hof
Details:
Der Beklagte fuhr auf das Auto des Klägers, der Dachdecker war, auf. Der Kläger zog sich dabei eine HWS Distorsion zu. 15 Tage lang musste er deswegen eine Schwanze'sche Krawatte tragen. Er war zuerst drei Wochen lang arbeitsunfähig. Dann arbeitete er wieder mehrere Monate versuchsweise unter ärztlicher Betreuung. Danach war er drei Monate arbeitsunfähig krankgeschrieben. Später war er noch einmal arbeitsunfähig krankgeschrieben, wobei er sich in dieser Zeit teilweise auf Rehamaßnahmen befand. Danach konnte er dank einer Umschulung, einen anderen Beruf ausüben. Durch die HWS Distorsion hat sich beim Kläger ein cervikocephales Syndrom entwickelt, worunter der Kläger immer noch leidet. Es ist zwar rückläufig, hat aber einen chronischen Dauerzustand angenommen. Er leidet an Schmerzen und Schwindelanfällen. Bei der Bemessung wurde insbesondere berücksichtigt, dass der Kläger selbst zweieinhalb Jahre nach dem Unfall immer noch an Kopf und Nackenschmerzen leidet, wodurch er Schmerzmittel nehmen muss und ein Trainingsprogramm durchführen muss. Durch das chronische cervikocephalem Syndrom leider er immer noch an Schwindelanfällen, die ihm die Ausübung seines Berufes als Dachdecker unmöglich machen. Daher musste er über ein Jahr eine berufliche Umorientierung vornehmen, was in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit eine enorme psychische Belastung darstellt. Zudem wurde das Prozessverhalten des Beklagten berücksichtigt, der behauptet hat, dass es dem Kläger am Willen fehle gesund zu werden. Angesichts, dass der Beklagte den Unfall allein verschuldet hat, dem Kläger aus dem Unfall weit reichende Nachteile erwachsen sind, ist diese Anschuldigung nach der Beweisaufnahme nicht nur unhaltbar, sondern gegenüber dem Kläger auch absolut unangebracht.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
8.500 EUR HWS-Distorsion (Schleudertrauma) mit erheblichen Folgen 2006 Schleswig
Details:
Der Beklagte überholte im Bereich einer Kurve einen Bus. Die Klägerin die auf der Gegenfahrbahn war musste infolgedessen stark abbremsen, wobei ihr Fahrzeug ins schleudern geriet, sie sich mehrfach drehte und schlussendlich gegen den Bus prallte mit ihrer vordern linken Fahrzeugecke. Dabe hat sich die Klägerin eine HWS-Distorsion zugezogen. Seit dem Unfall ist sie deswegen in ständiger ärztlicher Behandlung und leidet an Schwindelattacken und immer wiederkehrenden Kopfschmerzen.

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