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Schmerzensgeldtabelle - Rumpf

Nachfolgend erhalten Sie eine Liste verschiedener Schmerzensgeld-Urteile die auf Rumpf-Verletzungen zurück gehen. Für die detaillierte Suche nutzen Sie bitte unsere nebenstehende (links) Volltextsuche.

Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
153.388 EUR Fast vollständiger Verlust des Darmes infolge Unterlassen weiterer Untersuchungen 2002 Köln
Details:
Die Klägerin ist die Alleinerbin der vorherigen Klägerin (verstorbenen Tochter). Die Klägerin brachte ihre Tochter F aufgrund besonders heftiger Bauchschmerzen in die Notfallaufnahme der Beklagten. Die Beklagten führten zunächst - obwohl die F fortdauernd Schmerzen hatte und sich haüfig erbrach und sich ihr Allgemeinzustand verschlechterte - keine weiteren Untersuchungen durch und sahen sich auch nicht zu einer Operation veranlasst. Am nächsten Tag wurde dies nachgeholt, dabei wurde ihr fast vollständig, aufgrund Darmverschlusses, der Dick- und Dünndarm entfernt. Ein rechtzeitiges Handeln der Bekagten hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Erhaltung des Darmes geführt, somit war das Verhalten der Beklagten fehlerhaft. Sie blieb daraufhin knapp 4 Monate in stationärer Behandlung, in diesem Zeitraum wurden drei weitere Operationen notwendig. Sodann wurde sie nach Hause entlassen, wo ihre Mutter sich um sie kümmerte. Infolge des Darmverlustes musste sie über einen implantierten Dauerkatheter - dieser musste in den Folgenjahren mehrmals operativ ersetzt werden - vollständig parenteral ernährt werden. Täglich (Zeitraum von 16 bis 22 Stunden) mussten Infusionen in einem eigens dafür eingerichteten Raum erfolgen. F musste immer wieder aus verschiedenen Gründen für unterschiedlich lange Zeiträume (insgesamt etwa ein Jahr) in ein Krankenhaus eingeliefert werden. F verstarb knapp vier Jahre nach ihrer Aufnahme in der Notfallstation. Bis zu ihrem Tod war ihr ein normales Leben nicht mehr bzw. nur sehr eingeschränkt möglich. Schmerzensgelderhöhend berücksichtigt wurde außerdem, dass die F im Bewusstsein lebte keine Hoffnung mehr auf ein Weiterleben zu haben, und dass der Tod bevorstand. Schmerzensgeldmindernd berücksichtigt wurde, dass die Leidenszeit nur 3 Jahre und 9 Monate betrug. Soweit ihr ursprünglich eine Rentenzahlung zu gewähren gewesen sei, ist dieser Teil nun von der Kapitalabfindung mitumfasst. Die Beklagten wurden als Gesamtschuldner verurteilt.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
60.000 EUR Unnötige Operation führte zu Durchtrennung des Nervus laryngeus recurrens (Kehlkopf, Stimmnerv) sowie einer Verletzung des Nervus phrenicus (Zwerchfellnerv) 2008 Naumburg
Details:
Die Klägerin wurde im September 1991 untersucht und am 10.09.1991 operiert, da der Verdacht auf Morbus Hodgkin bestand. Es wurde ein faustgroßer Mediastinaltumor u. a. auch der linke Lungenoberlappen entfernt. Dabei wurde u.a. der linke Stimmbandnerv verletzt. Die Klägerin litt u. a. an einer chronischen Bronchitis und Pilzbefall in Teilen des Oberkörpers. Die verwendeten Fäden, die ins Gewebe gedrängt wurden, wurden dann 1997 durch zwei Operationen entfernt. Im Rahmen einer Bronchoskopie 1998 wurde noch ein Metallclip entfernt. Der Eingriff vom 10.09.1991 war unnötig. Auch nach den Maßstäben der Medizin in der DDR, ist der Beklagten (das beklagte Land als Rechtsnachfolger des Krankenhauses) ein Behandlungsfehler anzulasten. Das Hodgkin-Lymphom ist auch im fortgeschrittenen Stadium zu über 80% durch eine Chemotherapie oder kombinierte Chemo-/Strahlentherapie heilbar; chirurgische Eingriffe führen zu keinem Erfolg. Bei vielen von den eingetretenen Beeinträchtigungen ist bewiesen, dass sie bei richtiger Behandlung nicht eingetreten wären. Manche, wie z.B. die Thrombose, die allgemeine Leistungsschwäche und die Infektneigung sind nicht eindeutig zuzuordnen. Zu berücksichtigen sind die bisher eingetretenen Beeinträchtigungen, die mehreren Folgebehandlungen und Krankenhausaufenthalte.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
45.000 EUR Verlust der Herzklappen 2006 Hagen
Details:
Der Kläger wurde im Krankenhaus wegen einer Bronchitis behandelt. Stattdessen lag aber eine Endokartitis vor. Indem das nicht behandelt wurde, hat die Krankheit die Herzklappen des Klägers zerstört. Deswegen ist es zu einer Notoperation des Klägers gekommen, wo ihm künstliche Herzklappen eingesetzt worden sind. Jetzt muss er ständig Medikamente einnehmen. Dies muss mindestens zweimal wöchentlich ärztlich überwacht werden. Durch die Medikamente ist die Leistungsfähigkeit seiner Niere eingeschränkt. Außerdem ist es möglich, dass er wegen den Herzklappen nochmals operiert werden muss. Durch die Krankheit mussten ihm auch alle bis auf zwei Zähne gezogen werden.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
30.000 EUR Nierenparenchymruptur, Milzruptur, Rippenserienfraktur rechts und links , Polytrauma mit Zwerchfellriss, traumatischer Pneumothorax, Fraktur des Halswirbels Nr. 6, Rissverletzung der Leber 2007 Dortmund
Details:
Die Klägerin fuhr mit einem Freund zum Segelflugplatz des Beklagten um sich umzusehen und spazieren zu gehen. Als die Klägerin spazieren war, auf einem Gelände das nur als Flugschneise ausgewiesen war, wurde sie von einem Schleppseil erfasst, dass von einem Schleppflugzeug herunterhing, dass gerade auf Landeanflug war. Die Klägerin wurde von dem Seil 15m mitgeschleift und zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu. Als Dauerschäden bleiben der Klägerin Narben am rechten Oberarm, unter dem rechten Arm und im Bereich des Oberbauches senkrecht runter bis zur Schambeingegend. Ihre Milz musste entfernt werden. Zudem besteht eine Verwachsung des Darms mit Operationsnarben. Sie kann keine großen Lasten mehr tragen, leidet an Schlafstörungen und Depressionen. Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes wurde insbesondere berücksichtigt, dass gerade für eine junge attraktive Frau eine Narbenbildung psychisch belastend ist. Sie kann auch nicht mehr mit ihrem 5-jährigen Sohn toben. Für sie bestand mehrere Wochen lebensgefahr und ihre Niere, Leber und Lunge ist viel anfälliger für Krankheiten als vor dem Unfall. Außerdem war sie vor dem Unfall in einer Einzelhandelskette Abteilungsleiterin, zwar nur Teilzeit, dies hätte aber gute Aufstiegschancen beinhaltet. Dies ist nachhaltig gefährdet.
 
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
25.000 EUR Entfernung der Lymphknoten sowie Verkleinerung der Brust infolge fehlerhafter Auswertung und Unterlassen einer radiologischen Untersuchung, unnötige 2. Operation 2008 Oldenburg
Details:
Bei der Klägerin wurde eine deutliche zahlenmäßige Progredienz punktförmiger Microcalcifikationen (ca. 15 Stück) in der linken Brust festgestellt. Ihr wurde vom behandelnden Arzt eine operative Entfernung nahe gelegt. Am 24.06.2003 wurde der Eingriff im Krankenhaus der Beklagten vorgenommen. Vom Operateur wurde der Klägerin u.a. ein Nachresektat medial entnommen, dies wurde jedoch nicht radiologisch analysiert. Am 23.12.2003 wurde bei der Klägerin wiederum eine zahlenmäßige Progredienz punktförmiger Microcalcifikationen (ca. 15 Stück) befundet. Des Weiteren wurde diagnostiziert, dass invasivductalen Mammacarzinoms vorliegen. Daraufhin wurde die Klägerin in einem anderen Krankenhaus operiert und es wurde der Mikrokalherd inklusive invasivductalen Mammacarzinom mit einer Tumorgröße von einem Zentimeter entnommen; außerdem wurden ihr 20 Lymphknoten entfernt. Daraufhin musste sie sich einer Strahlentherapie der linken Brust und einer medikamentösen Hormontherapie (Tamoxifen), die angeratene Dauer beträgt ca. fünf Jahre, unterziehen. Der Beklagten sind zwei Behandlungsfehler anzulasten. Zum einem wurde das Präparateradiogramm am 24.06.2003 grob fehlerhaft ausgewertet und zum anderem liegt ein grober Befunderhebungsfehler vor, da bei dem entnommenen Nachresektat eine radiologischen Untersuchung nicht erfolgte. Bei der Schmerzensgeldbemessung wurde außerdem beachtet, dass sich die Klägerin einer langwierigen Therapie unterziehen muss. Eine richtige Behandlung hätte bei der Klägerin zu einer geringeren Krebsangst geführt, da der Tumor früher erkannt worden wäre. Durch die Brustverkleinerung erfolgte bei ihr eine äußerlich sichtbare und dauerhafte Schädigung. Dies wäre bei sachgemäßer Behandlung nicht in einem solchem Umfang geschehen.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
20.000 EUR Bauchtrauma mit Milzkapseleinriss, gering dislozierte Olecranonfraktur, BWK-11/12- Fraktur, geschlossene Oberschenkelfraktur, sublinguale Bissverletzung, instabile LWK-4 Fraktur 2007 Brandenburg
Details:
Der Kläger war als Beifahrer mit jemandem im Auto unterwegs. Der Fahrer kam auf gerade Strecke ab und das Auto stoß frontal mit einem Baum zusammen. Dabei wurde der Kläger aus dem Auto geschleudert und zog sich schwere Verletzungen zu. Als Dauerschäden verbleiben Narben am Oberbauch, Bewegungseinschränkungen des rechten Ellenbogens, belastungsabhängige Beschwerden im linken Bein und eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule im Sinne einer Schutzreaktion. Schmerzensgeldmindernd wurde berücksichtigt, dass es sich um eine Gefälligkeitsfahrt gehandett hat.


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