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Schmerzensgeldtabelle - Hüfte / Becken

Nachfolgend erhalten Sie eine Liste verschiedener Schmerzensgeld-Urteile die auf Hüft-/Becken-Verletzungen zurück gehen. Für die detaillierte Suche nutzen Sie bitte unsere nebenstehende (links) Volltextsuche.

Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
332.000 EUR Kompletter Verlust des rechten Beines, Kompletter Verlust der rechten Hüftgelenks, Verlust von Potenz und Zeugungsfähigkeit, Kompletter Verlust eines Teils der rechten Beckenhälfte, Kompletter Verlust des rechten Gesäßmuskels 2002 Hamm
Details:
Der Kläger befuhr mit einem Motorrad eine Straße. Der Beklagte kam ihm mit seinem Pkw entgegen, überholte mehrere Fahrzeuge und übersah dabei trotz guter Sichtverhältnisse den Kläger, der von dem Pkw des Beklagten frontal erfasst wurde. Der Kläger wurde lebensbedrohend und dauerhaft sehr schwer verletzt. Daraufhin musste ihm das rechte Bein mit Hüftgelenk, ein Teil der rechten Beckenhälfte und der rechte Gesäßmuskel amputiert werden. Aufgrund der Schädigung des Enddarms und des Anus wurde ein künstlicher Darmausgang gelegt. Desweiteren wurde beim Kläger die geschädigte Blase genäht, was später nochmal erfolgen musse. Zusätzlich erlitt der Kläger noch folgende Verletzungen: Fraktur des Ellenbogenhöckers am linken Arm und des Radiusköpfchens unter Ausrenkung des Ellenbogengelenks und Abriss des seitlichen Ellenbandes, an der rechten Hand waren der dritte bis fünfte Finger gebrochen und der Zeigefinger ausgerenkt. Der Heilungsverlauf fand in mehreren Kliniken statt, war am Anfang durch akute Lebensgefahr, später durch viele Probleme und Komplikationen gekennzeichnet, u. a. durch Lungenembolie mit Erstickungsanfällen, Harnwegsinfektion und Darmentzündung. Die Behandlung erfolgte dann ambulant, es schlossen sich stationäre Aufenthalte an. Es wurden dort vor allem die massiven Phantomschmerzen, die sich nach der Amputation des rechten Beins und der rechten Hüfte eingestellt hatten und im Laufe der Zeit nicht abgeklungen waren, sondern sich eher noch verstärkten, behandelt. Er musste über längere Zeit starke Schmerzmittel - auch süchtig machenden Opiaten - einnehmen. Wegen eines Narbenbruchs kam es zu einem weiteren Krankenhausaufenthalt. Daraufhin schloss sich ein stationärer Aufenthalt in der internistisch-psychosomatischen Fachklinik an. Dort wurde der Kläger mit der Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung entlassen. Durch die Schockreaktion auf den Unfall, verlor die Ehefrau des Klägers in der 14. Schwangerschaftswoche das Kind. Der Dauerzustand des Klägers ist geprägt durch die Amputation, des Verlustes von Potenz und Zeugungsfähigkeit, durch den künstlichen Darmausgang sowie massive Phantomschmerzen, die nur mit starken Schmerzmitteln teilweise zu unterdrücken sind und zu erheblichen Schlafstörungen führen. Desweiteren ist durch die ungleichmäßige Belastung der Wirbelsäule im Laufe der Zeit eine Seitausbiegung der Lendenwirbelsäule eingetreten, diese führt zu Rückenschmerzen. Ferner ist der linke Arm in der Bewegung eingeschränkt und die rechte Hand vor allem im Bereich des rechten Zeigefingers versteift, so dass ein Faustschluss mit der rechten Hand unmöglich und das Greifen erschwert ist Der Kläger war insgesamt sechs mal im Krankenhaus, die Dauer dieser Aufenthalte beträgt ungefähr 13 Monate. Das gesamte Leben des Klägers ist in ganz ungewöhnlichem Maße von dem ständig empfundenen Schmerz geprägt; die Schmerzen äußern sich insofern, dass der Kläger zusammenzuckt, losschreit, sich verkrampft, oder dass man ihm anmerkt, dass er den Schmerz unterdrücken will. Trotz starker Medikamentation schlägt die Schmerzempfindung in Spitzen häufig in der Weise aus, dass der Kläger daliegt und schreit. Der Kläger versucht vor seinen Kindern normal zu leben und sich nicht ins Bett zu verkriechen, dies funktioniert aber auf Grund der Schmerzen so gut wie nicht; dadurch ist sein Verhältnis zu seinen Kindern beeinträchtigt, dies belastet den Kläger zusätzlich.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
57.000 EUR komplexer Beckenbruch mit Bruch des linken Hüftgelenks 2008 München
Details:
Die Klägerin war Sozia auf einem Motorrad als ein Pkw-Fahrer nicht die Vorfahrt des Motorradfahrers beachtete und mit diesem kollidierte. Dabei verletzte sich die Klägerin schwer. Neben einem Beckenbruch erlitt sie auch eine Traumatisierung des Kiefergelenks. Sie wurde in einem Krankenhaus behandelt. Sie hatte erhebliche Schmerzen in den ersten Tagen des Klinikaufenthalts. Sie hat infolge des Unfalls eine Einengung des Geburtskanals erlitten. Das Verschulden des Pkw-Fahrers ist unstrittig. Die Beklagte ist die Haftpflichtversicherung des Pkw`s. Der frühere Zustand des Beckens konnte nicht mehr per Eingriff rekonstruiert werden. Sie hat Beschwerden beim Gehen und Stehen. Es wurde eine höherstehende linke Beckenschaufel festgestellt. Ebenso liegt eine Beinverkürzung vor. Bei ihrer Arbeit muss sie längere Zeit stehen, dies verursacht große Schmerzen; sie muss deswegen Schmerzmittel einnehmen. Einige Jahre nach dem Unfall wurde bei der Klägerin eine fortgeschrittene Hüftgelenkarthrose festgestellt. Dies wird zu einer Operation führen. Die Beschwerden werden sich immer mehr verschlimmern, sodass möglicherweise eine Vertseifung der Hüfte vorgenommen werden muss; dies würde für die Klägerin bedeuten, dass sie an einen Rollstuhl angewiesen sein wird. Der Klägerin wurde vorprozessual ein Betrag von 30000 Euro bezahlt und von dem vorherigen Gericht wurde ihr ein Schmerzensgeldbetrag von weiteren 7500 Euro zugesprochen. Im vorliegenden Urteil wurde der Klägerin nochmal ein weiteres Schmerzensgeld von 19500 Euro zugesprochen, somit kommt man hier auf einen Gesamtbetrag von 57000 Euro.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
40.000 EUR Hüftgelenksluxation links verbunden mit einem hinteren Pfannenrandausriss, Schädel-Hirntrauma (Zellriss mit Doppelbildsehen), Diverse Verletzungen der Muskel- und Nervenbahnen des linken Beins, erstgradige offene Unterschenkeltrümmerfraktur links 2003 Naumburg
Details:
Der Beklagte 1, der keine gültige Fahrerlaubnis hatte, entschloss sich mit seinem (stillgelegten) Pkw - versichert bei der Beklagten 2 - eine vor ihm fahrende Kolonne von fünf Pkw zu überholen. Er beachtete nicht, dass auch der Kläger zu einem Überholvorgang angesetzt hatte und schon auf Höhe des auf der Fahrerseite befindlichen Außenspiegels neben dem Fahrzeug des Beklagten 1 war. Zwischen den beiden kam es zum Zusammenstoß; der Kläger wurde in den Straßengraben geschleudert. Der Kläger verletzte sich schwer. Er zog sich neben den schweren Verletzungen auch eine beidseitige Knieverletzung und Kontusion des Mittelgesichtsbereichs zu. Seit dem Unfall ist der Kläger in seiner Lebensqualität und -freude erheblich eingeschränkt. Durch den Unfall wurde die berufliche Planung des Klägers erheblich beschnitten. Weiters wurde schmerzensgelderhöhend erachtet, dass die Beklagte 2 dem Kläger über seine Rechte im Unklaren ließ, in Bezug auf das Regulierungsverhalten zögerlich agierte und dem Beklagten eine Arbeitsverweigerungshaltung und Schwarzarbeit vorgeworfen hat. Die Beklagten wurden als Gesamtschuldner verurteilt.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
34.000 EUR beidseitige Hüftkopfnekrose 2007 Frankfurt am Main
Details:
Die Beklagte hat den Kläger längere Zeit wegen einer falschen Diagnose mit einem stark cortisonhaltigen Medikament behandelt. Daraus resultierte beim Beklagten eine beidseitige Hüftkopfnekrose. Wegen dieser Erkrankung wurde der Kläger Juni 1994 und März 1995 operiert und mehrere Wochen stationär behandelt. Der Kläger hat nun seit 13 Jahren mit den Bewegungseinschränkungen und Schmerzen zu kämpfen. Der Kläger war ab 11.8.1994 krankgeschrieben und ist ab Februar 1995 erwerbsunfähig; er bezieht seit damals eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Berücksichtigt wurde also, dass der Kläger durch die Erkrankung in seinem beruflichen und auch privaten Leben eingeschränkt wurde. Hier ist ein Gesamtbetrag von 60000 Euro gegeben. Bisher wurden 25564,59 Euro bezahlt, somit verbleibt ein Betrag von 34435,41 Euro.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
25.000 EUR Schambeinfraktur rechts, Vielfragmentfraktur der Gelenkpfanne des Hüftgelenks, Ileosacralfugensprengung links, Sitzbeinfraktur rechts 2007 Celle
Details:
Die Frau/Mutter der Kläger wurde bei einem Unfall unverschuldet so verletzt, dass sie zwei Monate danach gestorben ist. Bei der Berechnung des Schmerzensgeldes wurde berücksichtigt, dass die Frau/Mutter der Kläger neunmal operiert werden musste, zwei Monate lang starke Schmerzen erdulden musste und in ihrer Fortbewegung stark eingeschränkt war. Außerdem die psychische Belastung, dass sich ihr Zustand trotz der umfangreichen Operationen nicht gebessert hat. Zudem müsste sie die unfallbedingte Hilflosigkeit härter getroffen haben als eine kinderlose Frau, da sie zum Unfallzeitpunkt einen 14 -jährigen Sohn hatte
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
25.000 EUR Nichterkennen einer Hüftdysplasie durch fehlerhafte ärztliche Behandlung 2003 Brandenburg
Details:
Die Klägerin wurde im Krankenhaus der Beklagten (Trägerin des Krankenhauses) geboren. Bei der Hüftuntersuchung stellte die Ärztin eine "straffe Hüfte" fest. Sie empfahl der Mutter, ihr Kind breit zu wickeln, sich von einem Kinderarzt beraten zu lassen und einen Orthopäden aufzusuchen. Nach einer späteren und weiteren Untersuchung durch eine andere Ärztin wurde die Hüftfehlbildung der Klägerin zunächst mit einer Overheadextension und später mit einem Lorenzgips behandelt. Nach Gipswechsel und weiteren stationären Aufenthalten zeigte sich keine Stabilisierung der Hüften, so dass die Klägerin beidseits eine sogenannte "blutige Reposition" der luxierten Hüftgelenke; es folgten weitere stationäre Aufenthalte verbunden mit weiteren Eingriffen. Die Klägerin untersteht wegen der Hüftfehlbildung ambulanter kinderärztlicher Kontrolle. Die behandelnde Ärztin hat bezüglich der Abschlussuntersuchung weder für eine umgehende sonographische Hüftuntersuchung gesorgt, die Mutter angehalten mit der Klägerin schnellstmöglich einen Orthopäden aufzusuchen noch auf eine sonographische Hüftkontrolle hingewiesen. Darin ist ein grober ärztlicher Behandlungsfehler zu sehen. Bei ordnungsgemäßer Behandlung bzw. Beratung wäre die Hüftdysplasie durch eine sofortige konservative Therapie behoben worden. Die Klägerin wäre somit von der blutigen Reposition und den darauffolgenden Krankenhausaufenthalten, Operationen und Folgeschäden verschont geblieben. Die Klägerin hatte vier Jahre lang stationäre Aufenthalte und Operationen zu erdulden. Dadurch verzögerte sich ihre psychosoziale und emotionale Entwicklung; der Schulbesuch verzögerte sich um ein Jahr. Die Hüftbehandlung ist zur Zeit des Urteilsspruchs noch nicht beendet. Sie empfindet beim Springen auf einem Bein Schmerzen. Ihre Streck-, Beuge- und Abspreizfähigkeit der Hüftgelenke ist beschränkt; es lliegt auch eine Fehlstellung beider Schenkelhälse vor. Sie hat vor allem Operationsnarben an den Oberschenkeln. Das Gehen erfolgt ohne Schmerzen. Während des Wachstums ist es doch jedoch möglich, dass sie nochmals operiert werden muss. Sie muss mit einem erhöhten Athroserisiko leben, sowie der Gefahr dauernden Hinkens. Sie sollte nicht mehr als zwei Kinder gebären. Aufgrund der noch auftretenden gravierenden Zukunftsschäden selbst ist ein immaterieller Vorbehalt ausgesprochen worden.

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