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Schmerzensgeldtabelle - Geschlechtsorgane

Nachfolgend erhalten Sie eine Liste verschiedener Schmerzensgeld-Urteile die auf Geschlechtsorgan-Verletzungen zurück gehen. Für die detaillierte Suche nutzen Sie bitte unsere nebenstehende Volltextsuche (links) .

Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
120.000 EUR Impotenz und Inkontinenz 2006 Frankfurt am Main
Details:
Obwohl sich schon bei einer Untersuchung im Jahr 1996 der Verdacht von Krebs gezeigt hat, wurde der Kläger nicht an einen Urologen überwiesen und hinreichend über seine PSA-Werte aufgeklärt, weil der Arzt durch die mangelhafte Organisation in der Praxis keine Kenntnis über den Befund erhalten hat. Daher wurde Prostatakrebs nicht rechtzeitig erkannt und eine radikale Prostatektomie wurde erforderlich. Seit der Operation ist der Kläger Impotent und Inkontinent.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
45.000 EUR Unfruchtbarkeit 2006 Oldenburg
Details:
Die Klägerin, derzeit schon Mutter einer Tochter, war im Krankenhaus um ihre zweite Tochter per Kaiserschnitt auf die zu Welt bringen. Während des Eingriffs fanden die Ärzte eine ältere Uterusruptur. Im Hinblick auf die Gefahren für eine nächste Schwangerschaft haben sie die Klägerin ohne sie um Erlaubnis zu fragen sterilisiert. Von dieser erfuhr sie erst sechseinhalb Jahre später, wobei nicht davon ausgegangne werden kann, dass dies bewusst erfolgt ist, da die Verständigung mit der Klägerin schwierig war, weil sie kaum Deutsch spricht. Bei der Bemessung wurde berücksichtig, dass die Klägerin Türkin yezidischen Glaubens ist und der Geburt eines männlichen Nachkommens eine besondere Bedeutung zukommmt. Durch des Ausbleiben eines männlichen Nachkommens kann es zu ehelichen und familiären Problemen kommen. Das der Wunsch nach weiteren Kindern, insbesondere einen männlich Nachkommens gegeben ist, ist unzweifelhaft, da sich die Klägerin vier erfolglosen künstlichen Befruchtungen unterzogen hat. Berücksitigt wurde aber auch, dass die Sterelisation aus medizinischen Gründen vorgenommen worden ist. Sie war zwar nicht absolut indiziert, aber zumindest relativ.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
40.000 EUR Ausschabung (Ashermann-Fritsch-Syndrom) 2007 Köln
Details:
Der Klägerin wurde während einer nicht unbedingt zwingenden Operation die Gebärmutter ausgeschabt. Dauraufhin trat bei ihr das Ashermann-Syndrom auf, was bei ihr zur Unfruchtbarkeit geführt hat. Über dieses Risiko hätte der Arzt aufkären müssen. Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes wurde berücksichtigt, dass die Klägerin zum Zeitpunkt der Operation 28 Jahre alt und verheiratet war und nachvollziebar einen Kinderwunsch geäußert hat. Zudem hat der Umstand der Unfruchtbarkeit zu nicht unerheblichen psychischen Beeinträchtgungen geführt.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
15.000 EUR Verbrennungen 2. und 3. Grades im Genitalbereich, Verbrennungen 2. und 3. Grades am Unterbauch, Verbrennungen 2. und 3. Grade an beiden Oberschenkelinnenseiten 2007 Jena
Details:
Die minderjährige Klägerin wurde von einem Feuerwekskörper ("Bienchen") getroffen und in Brand gesetzt, wobei 10% der Körperfläche verbrannt worden sind, den die 16 Jahre und 10 Monate alte Beklagte in der Silvesternacht gezündet hat. Dabei hat die Klägerin einen zu geringen Sicherheitsabstand eingehalten. Während der stationären Behandlung wurde unter anderem eine Hautverpflanzung durchgeführt. Die ambulante Behandlung, sowie die Krankengymnastik infolge der Narbenbildung, dauerte noch bei der Urteilsverkündung an. Aufgrund des hohen Grades der Verbrennung waren beim Verbandwechseln die Schmerzen so stark, dass die Klägerin dazu unter Narkose gesetzt werden musste. Ihr werden dauerhaft Narben bleiben, wobei das Ausmaß im Moment noch nicht vorhersehbar ist. Daneben ist als Dauerschaden eine posttraumatische Belastungsstörung in Form einer traumatischen Neurose entgetreten. Der verletzungsbedingte Grad der Behinderung beträgt 50%. Der weitere Krankheitsverlauf ist unübersehbar. Es besteht die Möglichkeit einer andauernden Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung. Die Narbe im Bereich der Mons pubis (Venushügel) kann durch eine Haartransplantation verbessert werden, wobei der Erfolg nicht vorhersehbar ist. Zudem ist der Vorgang wieder mit einer Operation und einer weiteren Narbe verbunden. Die Klägerin trifft aber ein Mitverschulden, weil sie sich selbst der Gefahr eines Silvesterfeuerwerks ausgesetzt hat und dazu leicht enzündbare Kleidung getragen hat. Auf Beklagtenseite ist wegen dem jugendlichen Alter von nur einer leicht fahrlässigen Handlungsweise auszugehen. Zudem war die Beklagte sehr Betroffen von dem Geschehen. Schmerzensgeldmindernd wurde eine offensichtlich unangemessene Erlebnisverarbeitung berücksichtigt
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
12.700 EUR Rektum-Vaginal-Fistel aufgrund mangelnder Untersuchung 2002 Düsseldorf
Details:
Die Klägerin suchte auf Grund akuter Unterleibsschmerzen den Beklagten auf. Dieser stellte einen Bartholinischen Abszess fest und riet der Klägerin zu dessen Eröffnung; dieser operative Eingriff wurde in seiner Praxis durchgeführt. Einige Tage danach wurde eine Entzündung der Wunde festegestellt, daraufhin wurde eine Rektum-Vaginal-Fistel diagnostiziert. Damit die Wunde heilen kann, wurde der Klägerin ein künstlicher Darmausgang gelegt, dieser sollte nach dem Verschluss der Fistel wieder entfernt werden. Ca. 5 1/2 Monate danach trat noch immer kein Fistelverschluss ein, dieser wurde dann operativ - gelang erst bei der zweiten Operation - herbeigeührt. Sie wurde in den Folgetagen künstlich ernährt. Neun Monate nach der künstlichen Darmlegung wurde der Klägerin dieser entfernt. Dies alles war mit mehreren Krankenhausaufenthalte verbunden. Desweiteren wurde schmerzensgelderhöhend erachtet, dass sie ca. sieben Monate lang mit der auch psychischen Belastung eines künstlichen Darmausgangs leben musste. Der Beklagte unterließ fehlerhaft die Vornahme einer rektalen Untersuchung vor und während des operativen Eingriffs. Der Beklagte ist für die Entstehung einer Rektum-Vaginal-Fistel und den daraus resultierenden Beeinträchtigungen und Komplikationen verantwortlich.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
10.000 EUR Verlust des rechten Hodens 2005 Hamm
Details:
Der Kläger wurde auf Verdacht wegen Blinddarmentzündung ins Krankenhaus eingewiesen. Drei Tage später hatte er sehr starke Schmerzen im rechten Hoden. Er wurde an den Urologen weitergeleitet und behandelt. Dieser stellte fälschlicherweise eine Hodenentzündung fest. Zwei Wochen später wurde er entlassen. Schon drei Tag später kam er noch mal, weil die Schmerzen immer noch anhielten. Nach 10 Tagen wurde er wieder entlassen. 9 Tage später ging er zu einem anderen Arzt, der ihn sofort in ein Krankenhaus wegen Hodentersion überwies. Dort wurde er operiert. Dies hat zum Verlust des rechten Hodens geführt. Wäre die Operation schon früher durchgeführt worden, hätte der Hoden erhalten werden können. Der Kläger war zum Zeitpunkt der Operation erst 13 Jahre alt. Durch die Fehlbehandlung ist er in seiner Gesundheit erheblich beeinträchtigt worden. Zudem stellt der Verlust des Hodens eine erhebliche psychische Belastung dar.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
4.500 EUR Entfernung von Feigwarzen ohne Einwilligung, Nichterkennen einer Peritontitis (Bauchfellentzündung) 2006 Karlsruhe
Details:
Bei der Klägerin wurde eine Laparaskopie vorgenommen, dabei kam es zu einer Perforation des Dünndarms und infolgedessen zu einer ausgedehnten Peritonitis, die von den behandelnden Ärzten nicht erkannt worden ist. Zudem wurden der Klägerin ohne deren Einwilligung Feigwarzen entfernt. Auf Wunsch der Klägerin wurde sie in eine andere Klinik verlegt, wo sie dann operiert worden ist. Durch das Nichterkennen der Peritonitis musste die Klägerin erhebliche Schmerzen und Todesangst erleiden, was ein Schmerzensgeld von 3000 € rechtfertigt. Die Entfernung der Feigwarzen ohne Einwilligung und die Schmerzen die dadurch entstanden sind, rechtfertigen ein Schmerzensgeld von 1500 €.

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