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Schmerzensgeldtabelle - Körper Gesamt

Nachfolgend erhalten Sie eine Liste verschiedener Schmerzensgeld-Urteile die auf den gesamten Körper zurück gehen. Für die detaillierte Suche nutzen Sie bitte unsere nebenstehende Volltextsuche (links) .

Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
500.000 EUR Querschnittslähmung ab dem ersten Halswirbel 2003 Kiel
Details:
Der vom Großvater des Klägers geführte - bei der Beklagten versicherte - Pkw geriet nach links in den Gegenverkehr und prallte ungebremst in einen entgegenkommenden Pkw. Der Großvater verstarb bei dem Unfall; der Kläger ist aufgrund des Unfalls vom ersten Halswirbel an abwärts querschnittsegelähmt. Der Großvater ist dem ersten Anschein nach Schuld an dem Unfall. Der Kläger ist auf ständige Betreuung angewiesen. Durch Lähmung der Zunge und der Stimmbänder ist ein Sprechen nur ansatzweise durch Lautäußerungen möglich; er kann nur mit Bewegung der Augen kommunizieren. Der Kläger kann Äußerungen nicht vornehmen. Die Atmung ist nur durch maschinelle Beatmung möglich. Die Ernährung erfolgt über eine Magensonde. Er kann seinen Kopf selber nicht gerade halten. Er muss erhebliche Schmerzen im Bereich des Halsbereiches ertragen. Er muss Medikamente gegen die Schmerzen und Verkrampfungen einnehmen; es werden auch krankengymnastische Behandlungen vorgenommen. Aufgrund einer Überempfindlichkeit der Kopfpartien ist ein Aufenthalt im Freien nicht möglich. Er ist sich seines Zustandes ständig bewusst, dies stellt eine extreme psychische Belastung dar. Er leidet unter Depressionen und Angstzuständen. Auf eine Verbesserung des körperliche Zustands besteht keine Hoffnung; dennoch hat der Kläger eine Lebenserwartung von 50-70 Jahren. Eine Schulausbildung ist kaum zu realisieren. Dass sich bei dem Kläger Lebensfreude und Zufriedenheit einstellt, ist kaum vorstellbar. Dem Kläger wurde - aufgrund der lebenslangen schweren Dauerschäden - auch eine Schmerzensgeldrente zugesprochen.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
400.000 EUR Schwerstbehinderung durch Behandlungsfehler bei der Geburt 2005 Kleve
Details:
Die Mutter der Klägerin wurde ins Krankenhaus eingewiesen, weil sie schon eine Woche über dem errechneten Geburtstermin lag. Es wurden Untersuchungen durchgeführt, die keine Auffälligkeiten aufwiesen. Des Weitern wurden ihr wehefördernde Mittel verabreicht. Am nächsten Tag wurde zweimal vergeblich versucht die Geburt einzuleiten. Die Mutter der Klägerin wurde mit einem CTG überwacht. Ein paar Stunden später kam es zum Blasensprung und leicht grünes Fruchtwasser ging ab. Um Mitternacht hatte die Mutter der Klägerin solche Schmerzen, dass sie ein Entspannungsbad in der Geburtswanne wollte. Um 3:30 wurde ein Darmschnitt vorgenommen und festgestellt, dass die Geburt nicht weiter vorangeschritten ist. Um 4:00 wurde sie ins Bett umgelagert. Zwanzig Minuten später kam es nach zwei Presswehen zu einer Spontangeburt. Die Klägerin kam asphyktisch zur Welt. Sie ist seitdem hochgradig geistig und körperlich behindert und musste immer wieder stationär und ambulant behandelt werden. Die Beklagten hätten erkennen müssen, dass mit der Geburt nicht solange abgewartet werden kann. Insbesondere war in der Geburtswanne keine Überwachung des Kindes möglich. Spätestens um 3:30 Uhr hätten die Beklagten alles daran setzten müssen, die Klägerin sofort auf die Welt zu bringen. Die Beklagten haben die Geburt falsch geleitet und daher kam es zu den schweren Schäden bei der Klägerin. Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes wurde insbesondere berücksichtig, dass die Klägerin 24 Stunden am Tag beaufsichtigt werden muss. Sie kann von selbst nicht sitzen, essen oder stehen. Sie kann auch nicht sprechen und kann sich kaum artikulieren. Sie hat kaum Orientierung. Sie leidet unter schmerzhaften spastischen Krampfanfällen. Sie muss mehrmals die Woche Ärzte aufsuchen. Sie kann nur äußerst beschränkt ihre Umwelt wahrnehmen. Das Leben der Klägerin ist reduziert auf die Erhaltung der vitalen Lebensfunktionen. Sie wird nie annähernd ein normales Leben haben. Sie wird nie eine Persönlichkeit entwickeln.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
300.000 EUR schweres Residualsyndrom mit spastischer Tetraparese und Retardierung durch Behandlungsfehler 2006 Celle
Details:
Die Klägerin kam ca. in der 33. SSW nach Komplkationen per Sectio in der Klinik der Beklagten 1 zur Welt. Die Klägerin wurde dann noch etwa eine Woche in der Klinik behandelt. Die Klägerin ist schwer geistig und körperlich behindert. Der behandelnde Arzt ist der Beklagte 2. Diesem ist anzulasten, dass er die Sectio grob fehlerhaft zu spät anordnete bzw. vorgenommen hat. Ein normales Leben ist der Klägerin verbaut. Gesundheitliche Verbesserung werden (wohl) nicht eintreten. Der Klägerin ist es nicht möglich zu kommunizieren und sie wird immer Hilöfe beanspruchen müssen.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
200.000 EUR Impressionsfraktur links occipital, Schädel-Hirn-Trauma 3. Grades, Hemiparese rechts 2005 Paderborn
Details:
Der Kläger war mit dem Schädiger im Auto bei Dunkelheit unterwegs. Der Schädiger kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Das Auto kam auf der Straße zum Stillstand. Als der Schädiger den Kläger aus dem Auto holen wollte, fuhr ein anderes Auto denm Unfallwagen auf, weil der Fahrer den Unfall zu spät gesehen hat. Der Kläger wurde dabei erheblich verletzt. Der Kläger leidet an einer spastischen Tetraparese, Koordinations- und Feinmotorikstörung, dysarthische Sprachstörung mit leichter Aphasie. Es liegt zudem eine Doppelsichtigkeit vor. Außerdem liegt eine eingeschränkte Belastbarkeit mit schneller Ermüdung und Reizbarkeit vor. Darüber hinaus liegt eine Blasenentleerungsstörung, die aber mithilfe von Medikamenten ausgeglichen werden kann. Dazu kommt, dass er seit dem Unfall zeugungsunfähig ist. Eine Verbesserung ist ausgeschlossen. Der Kläger wird lebenslang an den Folgen leiden. Außerdem muss der Kläger regelmäßig Krankengymastik durchführen, Hirnfunktions- und Leistungstraining, Ergotherapie und Sprachtherapie machen, um seinen Zustand nicht zu verschlechtern. Er ist arbeitsunfähig. Der Grad seiner Behinderung liegt bei 100%. Infolge des Unfalls war der Kläger ein halbes Jahr im Krankenhaus. Danach auf Reha. 2,5 Jahre nach dem Unfall war er zumindest noch unter der Woche in einer neurologischen Klinik.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
153.000 EUR Apallisches Syndrom infolge ärztlichen Behandlungsfehlers 2002 Hamm
Details:
Die Kläger sind hier als Ehemann und Kinder Erben und Rechtsnachfolger, der während des Rechtsstreits verstorbenen früheren Klägerin. Diese wurde wegen einer mittelgradigen Gebärmuttersenkung vom Beklagten 1 im Krankenhaus (Beklagte 2) behandelt. Auf Anraten des Beklagten 1 unterzog sich die Frau einer Operation an der Gebärmutter, die er als Routine bezeichnete. Bei der Operation wurde ihr die Gebärmutter entfernt. Am folgenden Tag kam es zu Komplikationen. Die Patientin klagte über Schmerzen und Übelkeit. Daraufhin wies der Beklagte 1 eine Krankenschwester an ihr ein Vomex Zäpfchen zu verabreichen. Die Patientin erlitt einen Kreislaufzusammenbruch mit Herzstillstand, sie konnte reanimiert werden, war aber von da an Apallikerin. Der Behandlungsfehler des Beklagte 1 ist darin zu sehen, dass er keine Blutdruckmessung anordnete. Ein weiterer Behandlungsfehler liegt darin, dass sie nicht mit reinem Sauerstoff - sondern nur mit normaler Raumluft - beatmet wurde, da die Beklagte 2 - von ihr zu verantworten - ein solches Notfallgerät nicht zur Verfügung gestellt hat. Das Schmerzensgeld ist auf Grund des Persönlichkeitsverlustes (Dauer von drei Jahren bis zu ihrem Tod) der Frau angemessen. Die Beklagten wurden als Gesamtgläubiger verurteilt.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
127.000 EUR HIV-Infektion wegen Infizierung des Ehepartners durch verseuchte Blutprodukte im Klinikum 2002 Koblenz
Details:
Der Ehemann, den die Klägerin im Jahre 1988 kennelernte, war 1985 in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem er schwer verletzt wurde. Ihm wurden Bluttransfusionen zugeführt. Eine Überprüfung auf das HIV-Virus hin erfolgte nicht. Bei dem Ehemann der Klägerin wurde 1997 eine HIV-Infektion diagnostiziert; die Klägerin ist auch mit dem Virus infiziert. Die beiden sind nach Überzeugung des Gerichts nicht einer Risikogruppe zu zuordnen, und weiters ist davon auszugehen, dass sich der Ehemann 1985 im Krankenhaus der Beklagten infizierte. Der Beklagten ist anzulasten, dass sie den Ehemann der Klägerin nicht darüber aufgeklärt hat, sich einem HIV-Test zu unterziehen. Dies hätte er wohl gemacht und somit wäre eine Infektion der Klägerin nicht erfolgt. Es ist zu bemerken, dass 1985 das Risiko einer Infektion durch Bluttransfusion hinreichend bekannt war. Die Krankheit ist (noch) nicht heilbar. Ein normales unbelastetes Leben zu führen ist ihr durch die HIV-Infektion verwehrt. Die Krankheit ist bei dem Zeitpunkt des Urteilsspruchs noch nicht ausgebrochen. Die Klägerin bezieht aus einem Stiftungsfond 767 Euro pro Monat.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
120.000 EUR Verbrennung von 73% der Körperoberfläche, Radiusfraktur 2005 Dortmund
Details:
Die Klägerin war mit ihrem Motorad auf der linken Fahrspur. Die Beklagte fuhr mit ihrem PKW schräg vor ihr auf der rechten Fahrspur. Plötzlich fuhr die Beklagte auf die linke Spur und kollidierte mit der Klägerin. Diese geriet dabei unter den PKW. Als sie unter dem Auto lag, geriet der Benzintank in Brand und die Klägerin wurde erheblich verletzt. Nur indem ihre Zwillingsschwester, ihr Haut spenden konnte, hat sie überlebt. Bei der Klägerin mussten sehr viele Operationen durchgeführt werden. In der ersten Woche des stationären Aufenthalts musste sie in ein künstliches Koma versetzt werden. Die Endglieder des linken Daumens und Zeigefingers mussten amputiert werden. Sie erhielt Unterlidplastiken, da ein vollkommener Lidschluss sonst nicht mehr möglich ist. Aufgrund der intensiven medizinischen Betreuung ist eine Lähmung des Wadenbeinmuskels eingetreten. Seit dem Unfall musste sie jedes Jahr ( nun seit 10 Jahren) mehrmals operiert werden. Sie muss ständig Schmerzmittel einnehmen, die mit den Nebenwirkungen Herzprobleme, Schwindel und Magenproblemen verbunden sind. Durch den Unfall konnte sie auch nicht auf natürlichen Weg schwanger werden und musste sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen. Der Grad ihrer Behinderung liegt bei 90%. Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes wurde insbesondere berücksichtigt, dass die Klägerin zum Zeitpunkt des Unfalls eine attraktive junge Frau war, die nun komplett entstellt ist. Augrund der Narbenbildung wurde sie in ihrer alten Nachbarschaft gehänselt und beleidigt. Dies in Kombination zu den Narben führte zu depressiven Phasen der Klägerin, die eine Verarbeitung des Unfalls nachhaltig erschweren. Sie kann nie wieder ein normales Leben führen. Die Beschwerden werden sich mit der Zeit verschlimmern, anstatt bessern. Es müssen immer wieder Operationen durchgeführt werden.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
100.000 EUR cauda-equina Syndrom 2007 Hamm
Details:
Die Klägerin hatte sich operativ einen Tumor entfernen lassen. Über die durchgeführte Operation wurde sie hinreichend aufgeklärt. Die Nachsorge nach der Operation war aber mangelhaft. Die Klägerin klagte mehrmals über Schmerzen und Taubheitsgefühlen in den Beinen, zudem hat die Klägerin Spontanurin gelassen. Obwohl der zuständige Arzt davon wusste, wurden keine erforderlichen neurologische Untersuchung durchgeführt. Dieser Behadlungsfehler war geeignet, das bei der Klägerin als Dauerschaden verbleibende cauda-equina Syndrom mit zu verursachen. Die Folgen bei der Klägerin duch das cauda-equina Syndrom sind eine verbleibende Parantese der Beine und der Gesäßmuskulatur, sowie eine Blasen und Stuhlinkontinenz. Zudem kommen spastische Störungen durch dauerndes sitzen und Wundheilungsstörung durch Bewegungsmangel. Durch die Folgen des Syndroms ist die Klägerin in fast allen Lebensbereichen eingeschränkt. Infolge der Beinlämung hat die damals 54-jährige Klägerin ihren Beruf als Krankenschwester aufgeben müssen. Durch die Rollstulpflicht ist sie zudem im Haushalt und bei Freizitaktivitäten auf fremde Hilfe angewiesen. Darüberhinaus kann sie ihr Hobby -Gartenarbeit- nicht mehr ausüben. Außerdem leidet die Kläger seelisch an den folgen der Erkrankung.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
40.000 EUR Vergewaltigung, psychische Beeinträchtigungen 2005 Bielefeld
Details:
Die damals 19-jährige Klägerin wurde auf dem Nachhauseweg von einem Schützenfest von dem Beklagten und einem anderen in ein Rapsfeld gezerrt und wurde anal, wie vaginal vergewaltigt, obwohl sie ihre Regelblutung hatte. Die Klägerin hatte dabei Todesangst. Die Klägerin war davor eine junge, lebensfrohe Frau die gerne ihrem Beruf als Köchin nachging. Zuerst war sie eine Woche krank geschrieben. Sie konnte eine erhebliche Zeit nur mit Hilfe von Schlaftabletten schlafen. Ihre Mutter musste wochenlang mit ihr in einem Bett schlafen. Sie litt unter häufigen Weinkrämpfen und wiederholte oft Suizidgedanken. Durch die geteilten Arbeitszeiten musste sie zweimal täglich zur Arbeit und zurück. Dabei musste sie entweder ihre Mutter oder ihre Schwester begleiten. Der Versuch es einmal alleine zu probieren endete in einem massiven Schweißausbruch. Noch ein halbes Jahr nach dem Geschehnis hatte die Klägerin Angst alleine vor die Türe zu gehen. Etwas Erleichterung bringt der eigene PKW mit dem sie sich traut alleine fortzubewegen, wobei sie jedoch in Angstzustände verfällt, wenn sie sich verfolgt fühlt. Mittlerweile erhält sie psychische Unterstützung von einem neuen Freund, wobei sich ihre Beziehung schwierig gestaltet, weil sie die Mißbrauchssituation noch nicht verarbeitet hat. Bei der Bemessung wurde zudem berücksichtigt, dass der Kläger zum Tatzeitpunkt erst 17 Jahre alt war und eine schwerwiegende Persönlichkeitsentwicklung vorliegt. Andererseits zeigt der Täter immer noch keine Reue und beteuert inständig, dass die Klägerin freiwillig gehandelt hat. Zudem gingen der Beklagte und sein Mittäter in absolut entwürdigender Weise vor.

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