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Schmerzensgeldtabelle - Psychisch

Nachfolgend erhalten Sie eine Liste verschiedener Schmerzensgeld-Urteile die auf die Psyche zurück gehen. Für die detaillierte Suche nutzen Sie bitte unsere nebenstehende Volltextsuche (links) .

Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
150.000 EUR rechtswidrige Freiheitsentziehung 2007 Frankfurt
Details:
Der Kläger wurde aufgrund eines anthropologischen Vergleichsgutachtens u. a. wegen schwerer räuberischer Erpressung zu einer langen Haftstrafe verurteilt, obwohl er nicht der Täter war. Der Sachverständige gab an, dass nur der Kläger als Täter in Betracht komme und nur aus formalen Gründen eine über 98% Wahrscheinlichkeit annimmt und keine 100%. Deswegen wurde der Kläger verurteilt und mehrere Jahre eingesperrt, wobei 1973 Tage auf das Gutachten zurückzuführen sind. Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes wurden die psychischen Belastungen die mit einer Inhaftierung verbunden ist berücksichtigt und dass der Kläger an einer Tumorerkrankung leidet und eine ärztliche Versorgung in der Justizvollzugsanstalt nicht in der Art gewährleistet wird, wie das bei einer freien Arztwahl möglich gewesen wäre.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
35.000 EUR Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch Verbreitung pornografischen Materials 2006 Marburg
Details:
Der Angeklagte hat, nachdem die Beziehung zur Klägerin auseinandergegangen ist, aus Rache ein Video, das sie beim Oralsex zeigt, ins Internet gestellt. Dieses Video ist ohne Zustimmung der Klägerin entstanden. Zudem hat er bei einer Pornodarstellerin, die der Klägerin sehr ähnlich sieht, Balken um die Augen gelegt und hat diese Pornos mit Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer der Klägerin ins Internet gestellt. Es war jedem möglich die Videos anzuschauen und herunterzuladen. Selbst minderjährige Freunde der Kinder der Klägerin haben die Pornos gefunden. Seitdem bekommt die Klägerin Nachrichten von fremden Männern, die mit ihr Sex haben wollen. In ihrem Wohnort wurden sie oft auf die Videos angesprochen. Auch ihre Kinder müssen mit blöden Kommentaren zurechtkommen. Die Klägerin fühlt sich beobachtet und hat das Gefühl, dass jeder die Videos kennt. Sie muss mit Beruhigungsmitteln behandelt werden. Die Klägerin wird ihren Namen wechseln und umziehen. Zudem kam es im Rahmen dieses Strafprozesses zu einer Fernseh- und Presseberichterstattung, die die Klägerin zudem belastet haben.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
25.000 EUR Unzulässige Fotoveröffenlichung im Internet 2006 Kiel
Details:
Der Beklagte und Ex-Freund der Klägerin hat während der Beziehung drei Nacktfotos von der Klägerin gemacht. Zwei zeigen sie oben ohne, während sie sich umzog und das andere zeigt sie nackt beim schlafen. Nach Beendigung der Beziehung stellte der Beklagte diese Fotos unter Angabe des Namens, der Anschrift und der Telefonnummer der Klägerin und dem Zusatz "...danach!"auf eine Tauschbörse ins Internet. Auf diese Fotos konnte weltweit zugegriffen werden. Zudem konnte sie jeder runterladen und wieder ins Netz stellen. Die Klägerin erfuhr durch die Fotos nachdem sie ein fremder Mann angerufen hat. Die Klägerin erhielt zwei Schreiben von Männern, die an Kontakt mit ihr interessiert waren, nachdem sie die Bilder gesehen haben. Selbst eine Namensvetterin von ihr wurde dadurch telefonisch sexuell belästigt, nachdem die Klägerin ausgewandert ist. Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes wurde insbesondere berücksichtigt, dass eine komplette Entfernung der Dateien aus dem Internet nicht möglich ist, da nicht zu ermitteln ist, wer die Fotos heruntergeladen hat und wieder ins Netz gestellt hat. Sie kann ihr ganzes Leben von Dritten auf den Fotos gesehen werden, ohne das sie weiß wer sie sieht. Sie musste von ihrem Wohnort wegziehen, da sie an der Adresse die angegeben war immer wieder belästigt wurde. Zudem muss sie befürchten, dass ihre Kinder die Fotos irgendwann einmal finden.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
25.000 EUR Tinnitus, mittelgradig gehemmt-depressives Syndrom, chronifiziertes Schmerzsyndrom mit neurasthenischen Syndrom, HWS-Distorsion 1. Grades 2006 Saarbrücken
Details:
Der Beklagte fuhr auf das stehende Fahrzeug des Klägers, worauf der auf das davor stehende Auto aufgeschoben wurde. Dabei hat der Kläger eine HWS-Distorsion erlitten. Er hatte Verspannungen, Schmerzen und Nackensteife. Der Kläger hat aber den Unfall psychisch nicht richtig verarbeitet. Deswegen leidet der Kläger dauerhaft an einem chronifizierten Schmerzsyndrom, an einem neurasthenischen Syndrom mit Ermüdbarkeit, Reizbarkeit, Schwäche, an einer stark eingeschränkten Beweglichkeit im Kopf-Halsbereich durch schmerzhafte muskuläre Verspannung, einer Commotio labyrinthi mit Hochtoninnenohrschwerhörigkeit und Tinnitus und Vertigo bei persistierender Schallempfindungsschwerhörgkeit. Zudem noch an einem vegativen Syndrom mit Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Obstipation und an einem mittelgradigen gehemmt-depressiven Syndrom mit Rückzugstendenz und Interessenverlust. Dadurch hat der Kläger seine Arbeit verloren und Erwerbsfähigkeit eingebüßt. Des weitern ist er wegen der Depression stark in seiner Lebensführung beeinträchtigt.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
20.000 EUR posttraumatische Belastungsstörung infolge des Unfalltodes eines Familienmitglieds 2005 Köln
Details:
Verletzung einer Verkehrssicherungspflicht. Die Klägerin begehrt für sich, ihren Mann und ihre zwei Kinder Schmerzensgeld. Die Klägerin buchte bei der Beklagten eine Reise für sich und ihre Kinder. In dem gebuchten Hotel, befand sich eine Wasserrutsche, die gesondert gezahlt werden musste und im Reisekatalog auch nicht erwähnt war. Ein Sohn der Klägerin wurde von dem nicht vergitterten Ansaugrohr der Rutsche erfasst und der rechte Arm bis zur Schulter wurde angesaugt. Der elfjährige Sohn der Klägerin ertrank dabei. Die Rutsche war integrierter Bestandteil der Hotelanlage, deswegen hätte der Reiseveranstalter die Rutsche überprüfen müssen, ob man sie sicher benutzen kann, was nicht erfolgt ist. Die Klägerin leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Sie war sehr lange arbeitsunfähig. Dazu kommen eine Essstörung und ständige Kopfschmerzen. Sie hat Depressionen, Schuldgefühle, Angst und Panikattacken, Schlafstörungen mit Albträumen und immer wiederkehrende Suizidgedanken. Die psychische und physische Belastbarkeit ist auf Dauer eingeschränkt. Ihr Mann wird auch medikamentös behandelt, leidet an einer schweren Depression und wird psychiatrisch behandelt. Bei den zwei Söhnen der Klägerin liegt eine posttraumatische Belastungsstörung mit depressiver Begleitsymptomatik und psychovegetativen Beschwerden vor. Die Leistungen in der Schule sind erheblich schlechter geworden. Sie haben Konzentrations und Ausdauerprobleme. Daher steht jedem ein Anspruch in Höhe von 20000 Euro zu. Eine Abstufung des Schmerzensgeldes bei den Brüdern zu den Eltern ist nicht vorzunehmen. Diese haben den Unfall mitbekommen und haben versucht ihren Bruder zu befreien. Dies stellt ein einschneidendes Erlebnis für Kinder dar.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
15.000 EUR Schwerer Schock 2004 Frankfurt am Main
Details:
Die Ehefrau des Klägers geriet beim Aussteigen aus einem Zug auf die Gleise und wurde überfahren. Sie erlag ihren Verletzungen. Daraufhin erlitt der Kläger einen schweren Schock. Die Beklagte als Betreiberin hat hierfür einzustehen (nach den Vorschriften des HPflG). Die Haftung der Beklagten ist hier verschuldensunabhägig und auch nicht ausgeschlossen. Diese hat die Betriebsgefahr zu vertreten; diese wurde durch das schuldhafte Verhalten des Zugpersonals erhöht, da die Abfahrt nicht ordnungsgemäß beobachtet wurde. Weiters ist zu beachten, dass die Tür defekt bzw. der Schließmechanismus nicht aktiviert war. Die erhöhte Betriebsgefahr wird jedoch gemindert durch das erheblich Eigenverschulden der Ehefrau; dies muss sich der Kläger entgegenhalten lassen. Die Ehefrau stieg erst aus dem Zug als dieser bereits losfuhr. Ihr Verhalten ist als grob fahrlässig anzusehen. Ihr muss jedoch entlastend angerechnet werden, dass sie beim vergeblichen Versuch die Türe zu öffnen, sich in Aufregung (ihr Ehemann war bereits aus dem Zug ausgestiegen) befand als sie den Entschluss fasste, noch auszusteigen. Die Verursachungsbeiträge der Beklagten und der Ehefrau sind gleich zu gewichten. Der Kläger erlebte unmittelbar den Tod seiner Frau, er sah wie sie beinahe in zwei Teile geteilt wurde. Der schwere Schock mündete in gewichtigen psychopathologischen Ausfällen. Der Kläger verlor deswegen seine Arbeit und musste in einer untergeordneten Position arbeiten. Er wurde zum Alkoholiker. Der Kläger nahm zusammen mit seinen Kindern an einer Familientherapie teil. Bei der Bemessung des Schmerzensgeld ist das Verschulden der Ehefrau zu berücksichtigen.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
8.000 EUR Psychische Beeinträchtigungen wegen Bedrohung mit einer Waffe 2004 Koblenz
Details:
Der Kläger wurde zusammen mit einem Kollegen von einem Gefangenen der JVA mit einer Waffe bedroht. Er erlitt dadurch psychische Beeinträchtigungen. Die Streithelferin (verurteilt wegen Strafvereitelung in Tateinheit mit Gefangenenbefreiung) half dem Gefangenen, sie besorgte ihm ein Handy, Waffe usw. Dem Gefangenen gelang es einen Mithäftling zu befreien und zu flüchten. Die Klage richtet sich gegen das Land. Die Amtspflichtverletzungen der Streithelferin begründen die Haftung des Beklagten. Hier ist ein Dienstunfall zu bejahen; er erhält als Ausgleich 305 DM monatlich. Ihm wurde eine posttraumatische Belastungsstörung bescheinigt. Er ist noch fähig in der JVA zu arbeiten, seine Belastbarkeit ist jedoch eingeschränkt. Bei ihm fand eine Wesenveränderung statt.
Schmerzensgeld Verletzung Jahr Stadt
6.000 EUR phobische Störung, rezidivierende depressive Entwicklung, Panikstörung, Tendenz zur Somatisierung 2007 Dortmund
Details:
Im Jahr 1978 wollte der Kläger eine Straße überqueren. Dabei wurde er von einem PKW erfasst und erltt erhebliche körperliche Verletzungen. Damals hat er 8000 DM zugesprochen bekommen. In der Folgezeit machten sich aber noch schwere psychische Folgen bemerkbar. Hintergrund ist zwar eine unfallunabhängige Persönlichkeitsstörung, aber durch den Unfall wurde eine krankhafte Entwicklung begünstigt. Berücksichtigt wurde aber, dass die derzeitige Beeinträchtigung des Klägers nicht nur von den psychischen Störungen bestimmt ist, sondern gleichermaßen von den körperlich getragen wird, die damals voll abgegolten worden sind.

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